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tettricks möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass jede Krankheit individuell ist und, dass sich damit die Anforderungen an die Hilfsmittel ebenso individuell gestaltet.
Ich habe auf dieser Seite nur einmal meine Hilfsmittel aufgeführt, in der Hoffnung, dass sie dem einen oder anderen auch dienen. Auf jedenfall gibt es für die meisten Handicaps nützliche "Helfer", die einem den Alltag erleichtern und/oder einem selbst etwas mehr Selbständigkeit und Freiheit ermöglichen.
Man sollte auch nicht müde werden im Improvisieren und sich das passende Hilfsmittel ggf. auch zusammenbasteln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Neben meiner eigenen Erfindung habe ich natürlich eine Vielzahl von weiteren Hilfsmitteln, die ich einmal im Folgendem aufgeführt habe.
Bad-Deckenlifter
Buchstabentafell
E-Rolli mit Joysticksteuerung
E-Rollstuhl mit Kinnsteuerung
mobiler Lifter
Lucy mit Laptop
Pflegebett
Pflegerolli Netti III
Stehgerät
Stehrolli "Lifestand"
Thera Trainer
Touchpad "Cirque- Easy-cat"
Urinalkondome
Bild vom dazugehörigen Beinbeutel
Der Bad- Deckenlifter ermöglicht mir mittels eines Liftertuches auf das WC zu gehen, als auch in einer Badewanne zu baden. Dank Fahrschienen, läßt er sich in jede, beliebige Position bringen (http://www.kmt-berlin.de).
Mittlerweile habe ich wortwörtlich mein Handicap, von der Bedienung des Elektrorollstuhls mit Kinnsteuerung hin zur Joysticksteuerung (Bedienung mit dem Zeigefingerknöchel) verbessert. Durch die Joysticksteuerung bin ich auch in der Lage in der Menüführung hin- und her zu springen. Somit kann ich jegliche Sitzposition selbstständig verändern, meine Maus am PC steuern und dorthin fahren wo ich will (besonders entspannend beim Einkaufen ) !
Mittels des e-Rollstuhls bin ich sehr flexibel in der Wohnung unterwegs. Auch draußen bin ich von daher nicht auf fremde Hilfe angewiesen.
Dank der Kinnsteuerung, konnte ich damals den Rollstuhl nicht nur lenken, sondern auch sämtliche Veränderungen an meiner Sitzposition vornehmen. Zudem konnte/kannnn ich mich auch noch auf "Augenhöhe" mit meinem Gesprächspartner unterhalten.
Infos zum e-Rolli gibt´s unter:
http://www.permobil.com
Wann immer meine Lebensgefährtin oder meine Assistenten mich nicht per Hand umsetzen wollen oder können oder ich einen neuen Assistenten anlernen muss, kommt er zum Einsatz (http://www.kmt-berlin.de).
Bei "Lucy" (Originalname vom Hersteller Shannon Electronics) handelt es sich um eine laserempfindliche externe Tastatur, die an ein normales handelsübliches Laptop angeschlossen wird. Mit einem daran angeschlossenen Laser (den man auch wiederum zbsp. an ein Brillengestell o.ä. anklemmen kann) bediene ich das Laptop wie jeder andere gesunde Mensch auch.
Ich maile, surfe, schreibe Dokumente in Word und Exel, archiviere unsere Fotos und kaufe online Musik, die ich auch immer wieder anhören kann. Mittels einer Webcam kann ich mich mit meinen Freunden zum Videochatten verabreden. Ihr seht, es sind keine Grenzen gesetzt. Mittels "Lucy" und meinem Laptop und einer Verbindung in das Internet, ist mir quasi das Tor zur Welt offen.
Das Gerät kostete damals ca. 3500,-- Euro, mittlerweile (vermutlich wegen der geringen Stückzahlen) kostet es stolze 4490,--EUR (vgl.www.rehamedia.de/Lucy 4 ), wobei die Krankenkasse diese Kosten normalerweise übernehmen sollte. Die Kosten für das Laptop wurden natürlich nicht übernommen. Aber heutzutage hat ja fast jeder einen PC, ob als Tower oder als Laptop.
Hier bekommt Ihr einen guten Überblick über sämtliche Kommunikationshilfsmittel:
www.barrierefrei-kommunizieren.de
Das Pflegebett erleichtert ungemein die tägliche Pflege und ist von daher unabdingbar. Da das Bett auch oft für die ambulanten Therapien zu Hause benötigt wird und von daher auch oft den Therapeuten mit tragen muß, sollte wennmöglich das Bett auf einem stabilen, hochfahrbaren Kreuzrahmen stehen. Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Hilfsmittelberater. Wennmöglich sollte dieser sich ausschließlich mit 3-4 Hilfsmitteln gut auskennen und nicht der "Hansdampf" aller Hilfsmittel sein.
Nach anfänglich wenigen Stunden (weil mir der Hintern so weh tat) in meinem Pflegerollstuhl, verbrachte ich später zwischen 12 und 13 Std. in diesem.
Infos zu dem sehr guten Rolli gibt´s unter:
http://www.alurehab.info
Besonders lange kann ich im Stehpult stehen. Zudem kann ich im Stehpult vielerlei, auch gerade logopädische Übungen machen (essen, trinken, Sprachversuche).
Ich gebe zu, ich könnte öfters im Stehpult stehen. Da es sehr aufwendig ist, und man am besten immer zwei Hilfspersonen braucht, drücke ich mich ab und zu darum. Aber es kommen auch wieder andere Tage :-).
Selbst wenn ich auch fast völlig gelähmt bin, so ist es doch für mich sehr wichtig, so oft wie möglich zu stehen. Da allerdings meine Lebensgefährtin mit mir alleine ist, oder aber auch die Assistenten mit mir alleine sind, ist es fast unmöglich mich mit einer Person in den Stand zu heben.
Auf Dauer litt der Rücken sowohl bei denjenigen die mir hochhelfen wollten, als auch mein eigener Rücken. Abhilfe schafft hier der "Lifestand". Durch den integrierten Motor im "Lifestand" werde ich automatisch und ortsunabhängig in den Stand gebracht. Zum einen ist dies sehr gut für die Blutzirkulation im Körper (Kreislauf) und zum anderen ist es gut für die Spitzfußprophylaxe.
Infos zu dem Rolli gibt´s hier:
http://www.lifestand.de
Mein Thera Trainer (Modell Thera Vital) trainiert sowohl die Gelenkigkeit, als auch die Kraft von Armen und Beinen.
Man kann zwischen dem Trainieren der Arme und Beinen wählen. Das tolle daran ist, daß sich das Motomed auch ohne eigenes Zutun bewegt. Leider mache ich das momentan auch zu wenig.
Infos zum Gerät gibt´s unter:
http://www.medica-medizin.de
Da ich damals in der glücklichen Lage war etwas meinen linken Zeigefingerknöchel zu bewegen, konnte ich mittels eines externen Usb-Touchpads den Mousezeiger dort hin manövrieren, wo ich ihn hinhaben wollte.
Dieses Touchpad kann man beziehen bei http://www.cirque.com. Einfach unter dem Begriff Touchpad Mouse nachgucken. Die Kosten hierfür belaufen sich um ca. 45 Us $.
Heute steuere ich die Mouse per Infrarot mit dem E-Rollijoystick.
Dieses Hilfsmittel ist zwar sehr intim, doch ist es absolut freitheitsgebend (leider nur für uns Männer).
Weil es mir soviel Freiheit gibt, möchte ich es hier nicht unerwähnt lassen.
Als Schwerbetroffener war es mir immer unmöglich für "das kleine Geschäft" eine Toilette aufzusuchen zudem wollte ich dieses "Geschäft" nicht unbedingt mit der Hilfe meines Assistenten verrichten. Also, was tun? Es gab also diese Lösung Urinalkondome + Beinbeutel. Es ist eine derart praktikable Lösung, sodaß ich sie mir auch in gesunden Jahren bei so manchem Festival gut hätte vorstellen können :-).
Ich erwähne hier nur einen Anbieter, obwohl es sicher noch mehrere gibt. Doch diesen Anbieter nutze ich nunmal. Über die Handhabung würde ich mich vielleicht einmal von den Anbietern direkt beraten lassen (vgl. hier ).